Härtekammer im Eigenbau

Hallo,
inspiriert aus dem Nachbarthread würde ich gerne auch hier einmal Leben hineinbringen und meine Variante vorstellen.
Aus den Einzelteilen eines Fingernagel Aushärtegeräts ist diese Härtetrommel entstanden:








Kein löten, bzw. kein Kabel musste getrennt werden :sunglasses:

Grüße
Rainer

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Eine sehr interessante adaption.

Sehr gute Arbeit!

Hallo, was mich mal interessieren würde, warum überhaupt eine härtekammer?

was ist der vorteil nach dem isopropanol bad es an der luft trocken zu lassen oder in einer härtekammer?

Der Druck muss gut abgetrocknet sein, BEVOR Du ihn in die Härtekammer legst.

Das Härten hat den Sinn, beim Druck noch nicht vollständig ausbelichtetes Resin auszubelichten. Wenn Du das nicht machst, erledigt das die Sonne, aber leider unkontrolliert, d.h. das Teil verzieht sich vermutlich.

Für eine optimale Aushärtung sollte die Härtekammer beheizt sein nach Spezifikation des Resins (bei Standardresinen 60 Grad). Das verbessert weiter die Materialeigenschaften.

Und bei den technischen Materialien wie Tough oder High Temp ist das Aushärten in einem geeigneten UV-Ofen sogar zwingend notwendig, damit die besonderen Eigenschaften dieser Materialien überhaupt erreicht werden.

Achso, also hat es erstmal gar nichts damit zu tun wie schnell ein Druck nach dem Isopropanol Bad hart wird…

Weil dieses hatte ich angenommen, das z.b. Lufttrocken 1 Tag dauert und in UV Kammer 1 Stunde…

Einige Harze (zB High Temp) saugen sich voll und schwellen an, wenn sie zulange in IPA gebadet werden.
Wenn du diese Teile dann zu schnell nach dem IPA-Bad in den UV-Ofen packst, dann härtest du quasi den angeschwollenen Zustand aus.
In der Regel reichen 10 - 20 Minuten IPA-Bad aus, je nach Harz-Typ. Details dazu findest du im Formlabs-Wiki.